Dienstag – Tag 2

Dienstag – Tag 2

Ein entspannter Morgen

Die Übergänge sind für Kinder oft kompliziert – sei es das Ankommen früh am Morgen, wenn man sich von Mama, Papa oder den Großeltern verabschieden muss, oder das Umziehen und gemeinsame Aufbrechen in einer Gruppe. Mini 4 war heute mit dabei. Nancy hat ihm erzählt, was wir vorhatten, und sofort hat er sich bereitwillig in das Lastenrad setzen lassen, um sich vom Papa zu verabschieden.

Die Morgende sind sehr entspannt. Zum einen, weil die Eltern nett sind und keinen Zeitdruck haben – das wirkt sich positiv auf die Laune der Kinder aus. Außerdem ist es super, draußen zu sein: Es ist nicht so laut, die Kinder naschen die Losfahr-Rosinen, und wir können direkt aufbrechen, ohne viel Wartezeit.

Auf Entdeckungstour

Welches Kind findet es nicht toll, in der Tagespflegegruppe mit einem Lastenrad zu spannenden Aktivitäten gefahren zu werden?! Heute ging es für uns in das Schulbiologiezentrum. Zum Hinsetzen auf nasse Bänke und auf den Boden hat Nancy immer eine Matte dabei, sodass es schön warm ist. Gleich nach dem Ankommen konnten wir auf einer Bank ein gemütliches Picknick genießen und an diesem frostigen Septembermorgen durch die Baumwipfel ein paar Sonnenstrahlen erhaschen.

Im Schulbiologiezentrum gibt es die verschiedensten Tiere und Pflanzen, und wir bestaunten sie alle. Mit vier Kindern war es deutlich schwieriger, alle beisammen zu halten – verrückt, wie viel Unterschied das macht! Besonders gefallen haben mir das Gewächshaus mit den Kakteen und das Kaninchen. Ich habe es sehr genossen, alles gemeinsam mit den Kindern zu erkunden.

Hinter dem Schafgehege fanden wir Esskastanien, die von außen super spitz waren. Ein Kind hat sie einfach in beiden Händen getragen – fast so, als hätte es Hände aus Stahl. Das Innere ist sehr interessant anzufassen. Auf der Rückfahrt konnten wir uns an der nun höher stehenden Sonne reichlich aufwärmen.

Spiel und Ruhe im Spielzimmer

Nach Ausziehen, Händewaschen und Toilettengang wurde ich heute schon von allen Minis gleichzeitig ins Spielzimmer gezogen. Beim Spielen versuche ich, alle Kinder zu integrieren, sehe aber auch, wenn ein Kind Ruhe oder einen Rückzugsort braucht – draußen ist ja immer viel Action.

Ich habe zuerst mit drei Vierteln der Minigruppe Bausteine gebaut, dann mit einem Viertel gerungen und ihr viel Aufmerksamkeit gegeben. Sie lächelt dann immer, zeigt mir Dinge und ist ganz ruhig.

Mittagessen und Einschlafritual

Nach „Ene-Mene-Miste, alles in die Kiste“ holten sich alle ihr Platzdeckchen und setzten sich an den Tisch. Zum Kartoffeltag gab es heute Pellkartoffeln mit Quark und Möhrenschnitten. Das Essen war wieder ruhig und gemütlich.

Vor dem Einschlafen las ich den Minis ein Buch über einen Bauernhof vor. Ich musste entscheiden, welches Buch wir nehmen, denn jedes Kind hatte sich selbst eines ausgesucht.

Ausblick

Ich freue mich auf morgen, denn da geht es in die Bibliothek, um neuen Lesestoff auszuleihen. Die Freizeitaktivitäten, die sich Nancy ausdenkt, sind bisher so toll – ich frage mich, ob ihr irgendwann die Ideen ausgehen.

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